Geschichte

Mittwoch, 13. Juli 2005
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Spanien gewann die UEFA-U19-EM 2006Spanien gewann die UEFA-U19-EM 2006 (©UEFA)Fotos/WallpapersFotos/Wallpapers »

Die UEFA-U19-Europameisterschaft ist der Nachfolgewettbewerb des FIFA-Juniorenturniers, das 1948 als U18-Turnier begann und sieben Jahre später von der UEFA übernommen wurde. In den ersten 32 Jahren seines Bestehens wurde dieser Wettbewerb in vielen verschiedenen Formaten ausgespielt. England konnte dabei insgesamt acht Mal gewinnen. Die Sowjetunion triumphierte vier Mal, und Bulgarien drei Mal.

Förderung der Jugend
1980 wurde das Turnier zu einer UEFA-U18-Europameisterschaft. Eine der obersten Prioritäten der UEFA ist es, den Jugendfußball und die Entwicklung der jungen Spieler zu fördern. 1980/82 wurde die erste U18-Europameisterschaft veranstaltet, bevor der Wettbewerb vor der Saison 2001/02 in ein U17- und ein U19-Turnier aufgeteilt wurde.

Geteilte Erfolge
Beim ersten U18-Turnier im Jahr 1981 triumphierte die Bundesrepublik Deutschland, und seitdem konnten bereits Kapitäne aus 13 verschiedenen Ländern den Pokal in den Himmel stemmen. Die erfolgreichste Nation ist dabei Frankreich mit fünf Erfolgen. In den letzten Jahren dominierten aber eher die iberischen Länder Spanien und Portugal. Spanien siegte 1995, 2002 und 2004, während Portugal 1994 und 1999 feiern durfte.

Iberische Dominanz
Die beiden Länder zeigten sich überaus konstant. In den 15 Endspielen seit 1988 war elf Mal entweder Spanien oder Portugal beteiligt, darunter der dramatische Sieg Spaniens im Finale 2004 gegen die Türkei. Bei der Endrunde 2005 in Nordirland war jedoch keines der beiden Teams mit dabei, nachdem beide in der Qualifikation an Frankreich gescheitert waren.

Weitere Sieger
Neben Frankreich, Spanien und Portugal gewann die Sowjetunion den U18-Titel 1988 und 1990. Weitere neun Nationen konnten einmal triumphieren. Die größte Überraschung dabei ist wahrscheinlich, dass England seine frühere Dominanz nicht in die U18- und U19-Wettbewerbe mit hinüber retten konnte. Sie konnten den Titel lediglich 1993 gewinnen - in dieser Mannschaft standen Akteure wie Gary Neville, Sol Campbell und Paul Scholes, die mittlerweile alle über 50 Länderspiele in der A-Nationalmannschaft absolviert haben.

Starke Franzosen
In den anderen siegreichen U18- und U19-Mannschaften stand ebenfalls eine Reihe von Spielern, die später den großen Durchbruch schaffen sollten. Beim Titelträger von 1996, Frankreich, spielten Mikaël Silvestre, William Gallas, Thierry Henry und David Trezeguet. Zwei Jahre später waren die letzteren beiden bereits bei Frankreichs Triumph bei der FIFA-Weltmeisterschaft mit dabei. Das italienische Trio Gianluigi Buffon, Francesco Totti und Andrea Pirlo, die Deutschen Timo Hildebrand, Fabian Ernst und Sebastian Kehl sowie der irische Torjäger Robbie Keane sind nur ein paar weitere Namen, die in den letzten Jahren bei U18- und U19-Endrunden mit dabei waren.

Siegreiche Polen
2001 gaben die Polen den Startschuss zu einer Renaissance auf allen Ebenen. Sie siegten in Finnland gegen die Tschechische Republik und beendeten das letzte U18-Turnier siegreich. 2002 wurde der erste U19-Wettbewerb in Norwegen ausgetragen. Die Spanier siegten dabei im Endspiel mit 1:0 gegen Deutschland und ermöglichten ihrem Trainer Iñaki Sáez einen perfekten Abgang. Sáez übernahm nach diesem Turnier die spanische A-Nationalmannschaft.

Die letzten Endspiele
Beim Endspiel 2002/03 in Liechtenstein war mit Portugal wieder einmal ein iberischer Vertreter mit dabei. Doch die Italiener verweigerten den Portugiesen einen Doppeltriumph auf U17- und U19-Ebene und siegten mit 2:0. Die Azzurri erreichten zwar bereits bei drei U18-Turnieren das Finale, waren dabei aber jeweils unterlegen. Ein Jahr später war im schweizerischen Nyon wieder Spanien an der Reihe. Borja Valero sorgte mit einem spektakulären Treffer für eine weitere Verbesserung seines Landes in der Bilanz bei Juniorenwettbewerben.

Ausgabe 2006
2005 konnte Frankreich mit dem Triumph in Nordirland seine Klasse auf dieser Ebene einmal mehr unter Beweis stellen. Die Les Bleus blieben während des ganzen Turniers ohne Niederlage und konnten im Finale gegen England sogar einen Rückstand aufholen. Spanien triumphierte 2006 und erzielte in fünf Endrundenpartien 17 Tore. Die Iberer bezwangen die Schotten im Endspiel mit 2:1 dank einem Doppelpack von Alberto Bueno.

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Vergangene Spielzeiten / Gewinner

U19-Europameisterschaft