Die Roma möchte wieder lachen
Mittwoch, 4. November 2009Francesco Totti, Kapitän des AS Roma, hat gerade einmal mehr bewiesen, dass er durchaus das Zeug zum Komiker hat, als er am Dienstag in einer Radioshow auftrat und sich dort als Fan der Giallorossi ausgab. Auf dem Platz indes gibt es für die Truppe von Claudio Ranieri vor der Partie am Donnerstag gegen Fulham FC wenig zu lachen.
Später Ausgleich
In Craven Cottage war es Marco Andreolli, der in der Nachspielzeit den Römern mit seinem Treffer einen wichtigen Punkt sicherte, aber nach den Worten von Ranieri hat dieses Tor die Probleme nur übertüncht. "Wir versuchen, beständiger zu sein und uns in der Defensive zu verbessern", sagte der Trainer, dessen Mannschaft nicht nur in der Gruppe E der UEFA Europa League eine schlechte Figur macht, sondern auch in der Meisterschaft. "Wir haben die (zweit-) schlechteste Statistik in der Serie A, und diese Statistik müssen wir so schnell wie möglich ändern."
"Starker Gegner"
Gemeint ist, dass die Roma in den bisherigen elf Spielen in der Serie A 19 Treffer kassiert hat, und der ehemalige Trainer von Chelsea FC und Juventus weiß, dass es alles andere als leicht wird, am 4. Spieltag ohne Gegentor zu bleiben. "Fulham hat gegen Arsenal und Manchester City gut gespielt und Liverpool eine schwere Niederlage zugefügt. Das bestätigt, dass das ein starker Gegner ist", sagte der 58-Jährige. "Dennoch wollen wir in Europa weit kommen und wir werden alles geben, sie zu schlagen. Zudem sollten wir mehr Tore schießen. Wir erarbeiten uns eine Menge Chancen und spielen gut, aber wir müssen unsere Chancen verwerten. Wahrscheinlich fehlt uns im Angriff ein echter Stürmer."
Pizarro entschlossen
Die Mannschaft von Roy Hodgson besiegte am Samstag Liverpool FC mit 3:1, was Ranieri beeindruckte. "Ich wusste schon vor dem Sieg gegen Liverpool, dass sie stark sind. Arsenal schlug sie mit 1:0, aber ich denke, dass es Fulham verdient hätte, zu gewinnen. Fulham verteidigt gut und ist schnell bei Kontern. Ich erwarte, dass sie in Rom ebenso auftreten." Nach einer Serie von enttäuschenden Ergebnissen hofft Mittelfeldspieler David Pizarro, dass die Fans endlich wieder jubeln können. "Wir haben einige Spiele verloren, haben mit dem Trainer geredet und einige Gründe für unsere Niederlagen gefunden. Aber was die Fans brauchen, das sind Siege, und die wollen wir ihnen geben", sagte er.
"Großer Druck"
Der FC Basel 1893 führt die Gruppe mit sechs Punkten an, Fulham hat fünf Zähler auf dem Konto und die Roma vier. Die Situation wäre weit dramatischer, wenn Andreolli dieser späte Ausgleich nicht gelungen wäre. Dafür will Fulham-Mittelfeldspieler Zoltán Gera nun Wiedergutmachung. "Am Ende haben sie ein großartiges Tor erzielt", sagte er. "Das war schade, und nach dem Schlusspfiff waren wir sehr verletzt. Das ist für uns ein bedeutendes Spiel, eines, das wir wirklich gewinnen müssen. Wenn wir die drei Punkte nicht holen, dann könnte auf unseren Schultern ein großer Druck liegen."
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