1999: Spanien holt Pokal erstmals nach Europa
Donnerstag, 1. Januar 2009Der zweite UEFA/CAF Meridian-Pokal fand im Jahre 1999 statt. Erstmals war mit Südafrika ein afrikanischer Staat Gastgeber dieses Wettbewerbs. Es waren indes die Spanier - noch vor Jahren unterlegener Finalist -, die sich im Endspiel gegen Ghana durchsetzen konnten.
Zwei Gruppen
Die acht Qualifikanten traten in zwei Gruppen zu je vier Teams an. In der Gruppe A befanden sich Gastgeber Südafrika, Ägypten, Spanien und die Republik Irland. In der Gruppe B waren Ghana, Italien, Nigeria und Portugal vertreten. Am ersten Spieltag gab es schon einen Vorgeschmack darauf, wie stark diese Mannschaften waren. Die Partie zwischen Ägypten und Spanien - hier spielten zum Beispiel Iker Casillas und Vicente Rodríguez - endete torlos, während Irland sich gegen die Gastgeber mit 2:1 durchsetzte. Zwei Tage später kamen Spanien und Ägypten jeweils zu 3:1-Erfolgen. Dabei lagen die Iberer gegen Irland schon hinten, ehe sie das Spiel noch drehten. Mit zwei Toren hatte Roberto Trashorras maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg. Beim Sieg von Ägypten gegen Südafrika trugen sich Hossam Ghaly und Mohamed Shawky in die Torschützenliste ein. Nach diesen Ergebnissen belegten diese beiden Mannschaften die ersten beiden Plätze, die sie auch nach den abschließenden Spielen nicht abgaben, in denen sich Spanien gegen Südafrika mit 6:0 durchsetzte und Ägypten zu einem 1:1 gegen Irland kam - damit war für beide Teams das Halbfinale erreicht.
Ghana dominiert
In der Gruppe B gab es nur eine richtig dominierende Mannschaft: Ghana besiegte gleich im ersten Spiel Portugal mit 3:0, wobei bei den Ghanaern Michael Essien im Team stand. Die Begegnung zwischen Nigeria und Italien endete 1:1. Ähnlich ging es am nächsten Spieltag weiter. Daniel Amoah und Derek Boateng trafen für Ghana gegen Nigeria recht spät, sie sicherten so einen 3:1-Erfolg. Dramatisch ging es auch in der Partie zwischen Italien und Portugal zu. Die Azzurini lagen schon mit 0:2 hinten, ehe Andrea Pisanu und Samuele Dalla Bona in den letzten 16 Minuten noch für den Ausgleich sorgten. Im dritten Spiel sicherte sich Ghana gegen Italien mit dem dritten Sieg endgültig die Tabellenführung, wobei das Siegtor durch Amoah erst in der 90. Minute fiel. Portugal hingegen reichte ein 2:2 gegen Nigeria, um ebenfalls das Halbfinale zu erreichen.
Halbfinaldrama
In der Vorschlussrunde standen sich Spanien und Portugal sowie Ghana und Ägypten gegenüber. Und es waren die beiden Gruppensieger, die sich auch diesmal durchsetzen konnten. Kurz vor der Halbzeit lag Spanien in Kapstadt zwar noch zurück, am Ende reichte es jedoch zu einem 3:1-Erfolg, an dem David Aganzo mit zwei Treffern großen Anteil hatte. Ghana indes gewann gegen den afrikanischen Konkurrenten mit 4:2; Boateng traf hier im vierten Spiel in Folge. Im Spiel um Platz drei behielt Portugal im Elfmeterschießen mit 3:1 gegen Ägypten die Oberhand - nach 90 Minuten war noch kein Treffer gefallen.
Erfolg für Spanien
Im Finale von 1997 musste sich Spanien noch Nigeria geschlagen geben, aber gegen Ghana gingen sie diesmal von Beginn an konzentriert zu Werke und hatten gleich in der zweiten Minute Glück, als Stephen Tetteh ein Eigentor erzielte, das die Ibererer auf die Siegerstraße brachte. Nach nicht einmal einer halben Stunde verdoppelte Aganzo die Führung, die neun Minuten vor der Halbzeit durch das Anschlusstor von Bernard Bortey noch einmal in Gefahr geriet. Doch Spanien ließ keinen weiteren Treffer zu und holte als erstes europäisches Land diesen Pokal.
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