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2003: Europa jubelt in Ägypten

Donnerstag, 1. Januar 2009
Auch für Jonathan Soriano (Spanien) war das Turnier ein tolles ErlebnisAuch für Jonathan Soriano (Spanien) war das Turnier ein tolles Erlebnis (©Getty Images)

Der vierte UEFA/CAF-Meridian-Pokal wurde 2003 in Ägypten ausgetragen. Zum zweiten Mal waren dabei vier europäische Mannschaften am Start (Spanien, Frankreich, England und die Schweiz), die es in einer Gruppenphase mit vier afrikanischen Vertretern (Gastgeber Ägypten, Nigeria, Burkina Faso und Mali) zu tun hatten. Wie zwei Jahre zuvor in Italien dominierten die Europäer das Geschehen.

Viel versprechende Jungstars
Seit der ersten Ausgabe im Jahr 1997 hatte sich der UEFA/CAF-Meridian-Pokal als Bühne für einige viel versprechende Jungstars etabliert, 2003 machte keine Ausnahme, unter anderem waren John Mikel Obi, Ronald Zubar, Jimmy Briand, Valon Behrami und Roberto Soldado im Einsatz. Briand legte einen tollen Start hin, er führte Frankreich in Ismailia mit einem Doppelpack zu einem knappen 3:2-Sieg gegen Nigeria. Trotzdem war es der spanische Angreifer Jonathan Soriano, der am ersten Spieltag die Schlagzeilen bestimmte. Beim 6:1-Erfolg der Spanier über Mali machte er drei Tore. Slavisa Dugic erzielte beim 2:0-Sieg der Schweiz gegen Ägypten beide Tore, außerdem gelang David Raven in der Nachspielzeit der 3:2-Siegtreffer für England gegen Burkina Faso. Die Engländer hatten noch in der 89. Minute den 2:2-Ausgleich durch einen Elfmeter von Mohamed Kinda hinnehmen müssen.

Bemerkenswerte Ergebnisse
Nach vier Niederlagen am ersten Spieltag zog sich das afrikanische Quartett zwei Tage später deutlich besser aus der Affäre. Nigeria erkämpfte sich gegen die Schweiz ein torloses Remis, obwohl die Afrikaner mehr als eine Stunde in Unterzahl spielen mussten. Ägypten und Mali holten jeweils ein 1:1-Unentschieden. Mali kam gegen England in der 80. Minute zum Ausgleich durch Falaye Kante, die Gastgeber mussten gegen Frankreich in Port Said sogar fünf Minuten länger warten, bis Hossam Nasr das 1:1 markierte. Burkina Faso kassierte gegen Spanien eine 0:2-Niederlage, unter den Torschützen war Jaime Gavilán. Beim 5:0 gegen Nigeria am dritten Spieltag war Gavilán erneut zwei Mal erfolgreich, genauso wie Jonathan, der damit sechs Tore in drei Spielen erzielt hatte. Burkina Faso und die Schweiz trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden, während England und Frankreich gegen Ägypten und Mali gewannen - mit 1:0 bzw. 2:1.

Perfekte Bilanz
Die Spanier beendeten das Turnier mit der maximalen Punktzahl, zum Abschluss feierten sie in Ismailia einen 3:0-Sieg gegen Ägypten. Afrika durfte sich immerhin über zwei weitere Unentschieden von Nigeria und Burkina Faso freuen, sie erkämpften sich gegen England und Frankreich jeweils ein torloses Remis. Mali war ebenfalls nahe dran an einem Punkt, doch Dugic machte schließlich doch noch den Siegtreffer für die Schweiz. Damit ging der Titel wie erstmals 2001 an die Europäer, die 36 Punkte gesammelt hatten - Afrika dagegen nur sechs. Am Rande dieser Veranstaltung gab es auch noch ein Freundschaftsspiel zwischen den Profimannschaften von Al-Ahly und AFC Ajax, ausgerechnet der Ägypter Mido erzielte dabei das 2:1-Siegtor für Ajax.

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