Geschichte
Mittwoch, 13. Juli 2005
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Michael Essien ist einer der europäischen Top-Stars, die am Meridian-Pokal teilgenommen haben (©Getty Images 2004)Der UEFA/CAF-Meridian-Pokal wurde am 30. Januar 1997 in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon als Teil des Meridian-Projektes ins Leben gerufen. Dies ist eine Vereinbarung zwischen der UEFA und der afrikanischen Konföderation CAF, um den Kulturaustausch zwischen beiden Kontinenten zu fördern und jungen Fußballern die Möglichkeit zu bieten, im Rahmen eines Fußball-Festivals einzigartige Erfahrungen zu sammeln.
Nigeria erster Gewinner
Zwischen 1997 und 2005 nahmen die besten Jugend-Nationalmannschaften beider Kontinente an dem Turnier teil, das alle zwei Jahre ausgetragen wird. Nigeria gewann den ersten Meridian-Pokal nach einem 3:2-Endspielsieg gegen Spanien im portugiesischen Alverca. Mit Portugal und Griechenland spielten zwei weitere europäische Teams den dritten Platz aus. Die Portugiesen wandelten einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Sieg nach Verlängerung um. Simão Sabrosa erzielte den entscheidenden Treffer.
Finale in Kapstadt
1999 triumphierte mit Spanien eine europäische Mannschaft. 2:1 hieß es im Endspiel gegen Ghana. Gespielt wurde im Athlone Stadion von Kapstadt. Die Portugiesen eroberten Platz drei in der Partie gegen Ägypten. Nach torlosen 120 Minuten behielt Portugal nach Elfmeterschießen die Oberhand. Die anderen beiden afrikanischen Vertreter waren Gastgeber Südafrika und Nigeria. Für Europa waren die Republik Irland und Italien dabei.
Änderung des Formats
Für den Meridian-Pokal 2001 in der süditalienischen Region Apulien wurde das Format geändert. Jedes Team spielte gegen alle Vertreter des anderen Kontinents. Die gewonnenen Punkte wurden addiert, um den besseren Kontinent zu ermitteln. Europa dominierte damals mit zehn Siegen und fünf Remis bei 16 Spielen.
Spanien gewinnt wieder
Der Preis für die beste Mannschaft blieb jedoch erhalten. Bei der Ermittlung war der einzige Sieg eines afrikanischen Teams ausschlaggebend. Der 1:0-Triumph von Nigeria über Italien durch den Treffer von Aderemi Obey in der 40. Minute sorgte dafür, dass die Spanier mit einem Punkt Vorsprung vor Italien erneut den Pokal mit nach Hause nehmen konnten.
Europäer ungeschlagen
Der Pokal blieb auch nach dem Turnier 2003 in Europa. Verantwortlich dafür waren die beeindruckenden Leistungen der vier Teams in Ägypten. Spanien war mit vier Siegen aus vier Spielen wiederum das erfolgreichste Team. Auch die Schweiz, England und Frankreich blieben in ihren vier Partien gegen die afrikanischen Mannschaften aus Burkina Faso, Nigeria, Ägypten und Mali ungeschlagen. Für jeden Sieg gab es drei und für jedes Unentschieden einen Punkt. Am Ende siegte Europa mit 36:8 Zählern.
Europa zum Dritten
Die Europäer setzten ihre Erfolgsserie auch bei der fünften Auflage 2005 in der Türkei fort. Die Teilnehmer Frankreich, Spanien, Portugal und die Türkei gewannen 14 der 16 Spiele in acht Tagen. Nur Ägypten und Sierra Leone sammelten Punkte für den afrikanischen Kontinent, indem sie gegen Portugal jeweils 0:0 spielten. Die anderen beiden afrikanischen Teams Kamerun und Nigeria verloren alle vier Spiele.
Erneuter Wechsel des Formats
Der Modus wurde nach dem Meridian-Pokal 2005 abermals geändert. Statt eines Finalturniers wird in Zukunft ein Duell zweier U17-All-Star-Teams in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Außerdem wird es gemeinsame Trainingslager und Zusammenkünfte von europäischen und afrikanischen Trainern geben.
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