Modus
Mittwoch, 13. Juli 2005Beim UEFA/CAF-Meridian-Pokal treffen U17-Mannschaften aus Europa und Afrika aufeinander. Dieser Wettbewerb ist Teil des Kooperationsprogramms zwischen der UEFA und dem afrikanischen Fußballverband CAF.
Meridian-Projekt
Der Meridian-Pokal ist Teil des Meridian-Projekts, einer Kooperation zwischen dem afrikanischen und dem europäischen Fußballverband. Diese Zusammenarbeit wurde am 30. Januar 1997 in Lissabon beschlossen, um den Austausch der Kulturen zu fördern und den jungen Spielern eine Gelegenheit zu bieten, durch den Fußball einzigartige Erfahrungen zu sammeln.
Änderung des Formats
Dieses Turnier, das alle zwei Jahre ausgetragen wird, hat sich seit seiner Einführung im Jahr 1997 immer weiter entwickelt. Bis einschließlich des Turniers 2005 in der Türkei nahmen acht Mannschaften daran teil. Danach wurde das Format geändert; von nun an treten zwei kontinentale U17-Auswahlmannschaften in Hin- und Rückspielen gegeneinander an.
"Sehr zufrieden"
Das neue Gesicht des Meridian-Pokals beinhaltet ebenfalls eine erzieherische Komponente, denn es werden gemeinsame Trainingseinheiten und Treffen der europäischen und afrikanischen Trainer abgehalten. "Wir sind mit den bisherigen Ergebnissen des Meridian-Projekts sehr zufrieden", sagte UEFA-Präsident Lennart Johansson im Juni 2005.
Verantwortung der UEFA
Er fügte hinzu: ""Zusammen mit der CAF haben wir uns entschieden, ein neues Konzept zu entwerfen, mit dem wir frischen Wind in das Hilfsprogramm bringen wollen, von dem alle afrikanischen Verbände profitieren sollen. Wir betrachten es als eine Verantwortung der UEFA, den Fußball auf anderen Kontinenten, zusammen mit den betreffenden Nationen, zu fördern, und die darin engagierten Leute auszubilden."
Neues System
Von 1997 bis 2005 nahmen vier Teams aus jedem Kontinent teil, die dabei auch ihr Land vertraten. Das Format aus den Jahren 1997 und 1999 basierte auf den traditionellen Finalturnieren mit acht Mannschaften. Bei diesem System ziehen die beiden ersten Teams jeder Gruppe ins Halbfinale ein, bis schließlich der Sieger im K.o.-Modus ermittelt wird. Erster Turniersieger wurde 1997 Nigeria, bevor Spanien im Jahr 1999 den Titel holen konnte.
Europäische Triumphe
2001 wurde das Format geändert, als zum ersten Mal vier U17-Vertreter Afrikas und vier europäische Teams den besseren Kontinent ermittelten. Jede Mannschaft spielte gegen jedes Team des anderen Kontinents. Die siegreichen Teams spielten Punkte für ihren jeweiligen Dachverband ein, so dass am Ende entweder Afrika oder Europa gewonnen hatte. 2001 triumphierte Europa, wobei Spanien die beste Vorstellung aller acht Teilnehmernationen ablieferte. 2003 in Ägypten und 2005 in der Türkei konnten die Europäer ihren Triumph jeweils wiederholen. Dabei waren wiederum Spanien beziehungsweise Frankreich die stärksten Nationen.
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