2005: Frankreich dominiert
Montag, 1. August 2005Der Hamburger SV und Olympique de Marseille, beide frühere Sieger des Pokals der europäischen Meistervereine, trugen sich 2005 auch in die Liste der Gewinner im UEFA Intertoto Cup ein. RC Lens komplettierte zum 100-jährigen Bestehen das Sieger-Trio. Somit blieb es bei der Dominanz der Franzosen in diesem Sommerwettbewerb.
Lens triumphiert
Lens' Finalsieg gegen CFR Cluj war hart erarbeitet. Im Gegensatz zu den anderen fünf Finalisten war Dorinel Munteanus Mannschaft schon in der ersten Runde eingestiegen und hatte bereits Athletic Club Bilbao und den AS Saint-Etienne überrascht. Ein Finalsieg war ihnen also allemal zuzutrauen. Cluj schaffte im Hinspiel ein 1:1 gegen das Team aus der Ligue 1, doch Lens schlug im ausverkauften Stade Félix-Bollaert zurück. Durch Tore von Vitorino Hilton, Adama Coulibaly und Daniel Cousin war Cluj nur ein weiterer Klub auf der Liste der Besiegten. Sie gesellten sich zu Mannschaften wie Lech Poznan, NK Varteks und VfL Wolfsburg.
"Magische Momente"
Fünfzigtausend Zuschauer strömten in das Stade Vélodrome, um zu sehen, wie Marseille das Finale gegen RC Deportivo La Coruña für sich entschied. Olympique hatte bereits mit fünf Toren gegen BSC Young Boys und mit vier Treffern gegen S.S. Lazio gewonnen. Im Finale mussten die Franzosen einen 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel wettmachen. Das gelang mit einem glanzvollen 5:1-Erfolg. In einer hitzigen Partie wurden sowohl Franck Ribéry als auch Aldo Duscher relativ früh vom Platz gestellt. La Coruña beendete das Spiel sogar mit nur neun Mann, nachdem Joan Capdevila in der 70. Minute ebenfalls vorzeitig in die Kabine musste. Zu diesem Zeitpunkt lag seine Mannschaft aber erst mit 1:2 zurück. Späte Tore von Mamadou Niang und Wilson Oruma brachten dann die Entscheidung zu Gunsten von Marseille. Mit Tränen in den Augen sagte Marseilles Trainer Jean Fernandez anschließend: "Ich habe den Spielern gesagt, dass im Vélodrome alles passieren kann. In diesem Stadion gibt es manchmal magische Momente."
Barbarez' Siegtreffer
Hamburg besiegte FK Pobeda, UD Leiria sowie SK Sigma Olomouc und zog ebenfalls ins Finale ein. Dort ging es dann gegen Valencia CF. Doch Thomas Dolls Mannschaft bot dem Favoriten aus Spanien mehr als nur Paroli. Sergej Barbarez erzielte den einzigen Treffer in den beiden Spielen, als er im Hinspiel eine Flanke von Rafael van der Vaart in der 51. Minute ins Tor köpfte. Diesen Vorsprung verwaltete der Bundesligist auch im Rückspiel bis zum Schluss.
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