Geschichte
Mittwoch, 13. Juli 2005
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Der Intertoto Cup startete als Sommerwettbewerb, um das Geschäft der mitteleuropäischen Fußball-Wettbüros aufrecht zu erhalten. Er wurde vom Schweizer Ernst Thommen und dem Österreicher Karl Rappan konzipiert. Letzterer träumte von einer europäischen Liga und stritt zumindest erfolgreich für ein Turnier, an dem die nicht ganz so starken Vereine des Kontinents teilnehmen konnten.
Die Idee von Rappan
Der frühere österreichische Nationalspieler Rappan machte sich beim VfB Admira Wacker Mödling, SK Rapid Wien und FK Austria Wien einen Namen, ehe er in die Schweiz zu Servette FC und zum Grasshopper-Club wechselte. Er gilt als Erfinder des Libero-Systems und führte die Schweiz bis ins Viertelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft 1954.
1961 erster Intertoto Cup
Der spätere FIFA-Vizepräsident Thommen entwarf den so genannten Messe-Pokal und war auch an einem Wettbüro in der Schweiz beteiligt. Deshalb war er daran interessiert, dass das Wettgeschäft auch im Sommer weiter blühte. Trotz der anfänglichen zögerlichen Haltung der UEFA erhielt Thommen die Erlaubnis, das Turnier einzuführen. Außerhalb der UEFA-Gesetzgebung startete der Intertoto Cup im Jahre 1961.
Ajax triumphiert
Der AFC Ajax war der erste Sieger des Wettbewerbs. Nachdem er die Gruppenphase und die K.o.-Runde überstanden hatte, gewann der niederländische Traditionsverein auch das Endspiel. Der Wettbewerb wurde in diesem Modus auch über die kommenden sechs Jahre hinweg durchgeführt. Doch schon bald gab es Probleme mit den Spielterminen. Von 1967 an wurde das Format geändert. Die Gruppenphase bestand weiterhin, die K.o.-Runde wurde allerdings abgeschafft. Dies bedeutete, dass kein Gesamtsieger mehr ermittelt wurde. Somit war ein Turnier ohne Pokalsieger geboren.
Engagement der UEFA
1995 konnte sich auch die UEFA für den Wettbewerb erwärmen. Zum ersten Mal wurde der Intertoto Cup offiziell unterstützt und mit einem weiteren Anreiz versehen. Die zwei Sieger qualifizierten sich für den UEFA-Pokal. 60 Mannschaften wurden in zwölf Gruppen aufgeteilt. Die besten 16 Klubs erreichten die K.o.-Phase.
Bordeaux stürmt ins Finale
Bordeaux war einer der beiden ersten Gewinner. Anschließend führten Zinedine Zidane, Bixente Lizarazu und Christophe Dugarry den französischen Verein bis ins UEFA-Pokal-Finale gegen den FC Bayern München. Diese Partie war das 20. Europapokalspiel der Franzosen innerhalb von zehn Monaten.
Französische Dominanz
Ein dritter UEFA-Pokal-Startplatz wurde 1996 eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt begann die Dominanz der französischen Klubs erst richtig. Wie Bordeaux gelang auch dem RC Strasbourg schon 1995 der Sprung in den UEFA-Pokal. Der gleiche Erfolg gelang EA Guingamp ein Jahr später. 1997 erreichten alle vier französischen Teilnehmer die Endspiele, und der AJ Auxerre, der SC Bastia sowie Olympique Lyonnais zogen in den UEFA-Pokal ein.
Juve triumphiert
Der Wettbewerb gewann Jahr für Jahr an Bedeutung. 1999 schrieb sich sogar der frühere UEFA Champions League-Sieger Juventus FC in die Siegerliste des Intertoto Cups ein. Dennoch litt das Turnier unter Bedenken, dass sein früher Beginn im Juni beziehungsweise Juli zu einer Formschwäche der Klubs im drauffolgenden Frühjahr führen könne.
Gutes Beispiel Schalke
Diese Kritik wurde aber spätestens in der Saison 2004/05 widerlegt. Denn mit LOSC Lille Métropole und dem FC Schalke 04 wurden zwei Vereine in ihren Ligen Zweiter, obwohl sie zu Beginn der Saison über den UEFA Intertoto Cup in den UEFA-Pokal eingezogen waren. Jetzt stehen beide Teams sogar in der Gruppenphase der UEFA Champions League-Saison 2005/06.
Villarreal Dritter
Auch Villarreal CF - Intertoto Cup-Gewinner 2003 und 2004 - ging im Schlussspurt der vergangenen Saison nicht die Puste aus. Am Ende landete der Klub auf Platz drei der Primera División und erreichte damit die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Außerdem stehen die Spanier dadurch in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League 2005/06.
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