Video auf uefa.com

Das überragende dutzend Talente

Montag, 15. Dezember 2008
von Paul Saffer aus St. Petersburg
Kirill Pogorelov (Russland) war einer der Hauptgaranten für den TitelgewinnKirill Pogorelov (Russland) war einer der Hauptgaranten für den Titelgewinn (©sportsfile)Fotos/WallpapersFotos/Wallpapers »

In der letzten Woche gab es bei der ersten UEFA-Futsal-U21-Europameisterschaft in St. Petersburg viele großartige Talente zu besichtigen. Die Reporter von uefa.com bei der Endrunde stellen Ihnen die zwölf vielversprechendsten Nachwuchsspieler vor.

Žarko Luketin (Kroatien)
Die Kroaten kassierten bei der Endrunde neun Gegentore, doch ihr Torhüter war ohne Zweifel der Star des Teams. Vor allem beim 3:3 im ersten Spiel gegen Russland und bei der 1:2-Niederlage gegen Italien - den beiden späteren Finalisten - reihte Luketin Glanzparade an Glanzparade. Im letzten Spiel gegen Slowenien erzielte er gar selbst ein Tor.

Dmytro Lytvynenko (Ukraine)
Der Torhüter und Kapitän der Ukraine brachte die Russen bei der 0:1-Halbfinalniederlage schier zur Verzweiflung, als er sich nur einmal bezwingen ließ. Gegen Kasachstan hielt er die Null und beim 3:2-Sieg gegen die Niederlande war er bester Mann auf dem Parkett.

Dmitri Prudnikov (Russland)
Der einzige, der Lytvynenko im Halbfinale bezwingen konnte, war der russische Kapitän, der nach einem herrlichen Solo das Tor des Tages erzielte. Schon bei der FIFA-Futsal-WM der Senioren war er einer der Garanten dafür, dass Russland bis ins Halbfinale kam. Sein spektakulärster Auftritt kam aber im Endspiel, als er in der Nachspielzeit mit einem verwandelten Strafstoß den 5:4-Sieg gegen Italien sicherte.

Kirill Pogorelov (Russland)
Bei der gesamten Endrunde wurde nur ein einziger Dreierpack erzielt und der war auch noch extrem wichtig, rettete er doch Russland ein 3:3 gegen Kroatien, den letzten Treffer erzielte er zwei Sekunden vor der Schlusssirene. Doch der schmächtige Pogorelov brillierte nicht nur als Torschütze, sondern auch als unermüdlicher Antreiber, besonders deutlich wurden seine unverzichtbaren Qualitäten im Endspiel.

Mohammed Attaibi (Niederlande)
Die Niederlande waren ohne Zweifel bei ihrem Aus in der Gruppenphase das am wenigsten vom Glück begünstigte Team. Auch ohne Profis im Kader bewiesen die Niederländer, dass sie unglaubliche Talente in ihren Reihen haben. Vor allem Attaibi begeisterte die Zuschauer mit seinen vier Toren, seiner großartigen Technik und seiner physischen Präsenz.

Aleksandr Dovgan (Kasachstan)
Es dauerte bis zum dritten Spiel gegen die Niederlande, ehe Kasachstan das erste Tor bei diesem Turnier erzielen konnte. Für Dovgan war dieser Treffer die gerechte Belohnung, war er doch der überragende Mann einer sehr jungen und unerfahrenen Truppe.

Jorge Barroso (Spanien)
Trotz eines Kaders mit unzähligen Talenten scheiterten die Spanier im Halbfinale an der schier unüberwindbaren Abwehr der Italiener. Jorge Barroso bewies in allen Spielen, dass er nicht nur ein großartiger Allrounder ist, sondern auch über fantastische individuelle Fähigkeiten verfügt. Ähnlich stark waren aber auch seine beiden Teamkollegen Lolo und Mario Ossorio.

Pola (Spanien)
Ein kleiner Trost für die Spanier war, dass Adrián Alonso - besser bekannt als Pola - mit fünf Toren die Torjägerkanone gewann. Er unterstrich bei diesem Turnier eindrucksvoll, dass er es besser als jeder andere versteht, zur rechten Zeit am rechten Fleck zu stehen.

Kristjan Čujec (Slowenien)
Der athletische Čujec war einer der Gründe dafür, dass Slowenien um ein Haar statt der Russen das Halbfinale erreicht hätte. Die Slowenen erwiesen sich auch gegen Italien als harte Nuss, Čujec war bei diesen Spielen einfach überall zu finden und tat sich auch als Torschütze hervor.

Dmitriy Klochko (Ukraine)
Klochko war, wie der Slowene Čujec, nie in den Griff zu bekommen, er zeigte in Abwehr und Angriff bärenstarke Auftritte. Besonders gut harmonierte er mit den beiden hoch talentierten Brüdern Oleksandr und Dmytro Sorokin.

Wellington Coco (Italien)
Coco ist ein weiterer Spieler, der die Fähigkeiten, die man beim Futsal benötigt, perfekt verkörpert, zudem verfügt er über eine natürliche Ausstrahlung, die möglicherweise auch auf seine brasilianischen Wurzeln zurückzuführen ist. Seine beiden Tore innerhalb von 22 Sekunden bescherten Italien die einzige Führung im Finale.

Gabriel Lima (Italien)
In Italien erwartet man große Dinge von Lima und er bewies bei diesem Turnier, warum dies auch berechtigt ist. In allen drei Gruppenspielen erzielte er wichtige Ausgleichstore, auch beim Finale gegen Russland war er einmal erfolgreich.

Die Auswahl trafen Francesco Corda, Wayne Harrison, Dennis Notivsky & Paul Saffer

©uefa.com 1998-2008. Alle Rechte vorbehalten.