Prudnikov lässt Gastgeber jubeln
Samstag, 13. Dezember 2008Russland hat sich für das Endspiel der UEFA-U21-Futsal-Europameisterschaft am Sonntag gegen Italien qualifiziert. Mit seinem Goldenen Tor warf Dmitri Prudnikov die Ukraine aus dem Turnier.
Schöne Einzelleistung
Von Mitte der ersten Hälfte an setzten die Gastgeber den Nachbarn permanent unter Druck. Doch es sollte lange kein Tor fallen, ehe Prudnikov mit einer tollen Einzelleistung knapp sieben Minuten vor dem Ende seine Mannschaft erlöste. Nachdem Russland erst gestern gegen Italien in der Gruppenphase ein 2:2 erkämpft hatte, geht es nun erneut gegen diesen Gegner.
Temperamentvoller Beginn
Im anderen Halbfinale, das direkt davor stattgefunden hatte, setzte sich Italien gegen Spanien mit 1:0 durch. Auch diesmal sprühten beide Teams vor Spielfreude, konnten sich aber nur wenige, wenn auch hochkarätige, Chancen erarbeiteten. Die erste Möglichkeit hatte Dmytro Sorokin für die Ukraine, der nach einer Flanke von Dmitriy Klochko Torhüter Sergei Slemzin zu einer Glanzparade zwang. Dann war es auf der anderen Seite Klochko, der bei einem Schuss des russischen Kapitäns Prudnikov auf dem Posten war und abblocken konnte.
Druck erhöht
Anschließend gab es eine weitere Chance für die Ukraine durch Nazariy Tsymbalyak. Aber dann begann Russland den Druck zu forcieren. Zweimal musste der Kapitän der Gäste, Torhüter Dmytro Lytvynenko, bei Möglichkeiten von Dmitri Lyskov und Vladimir Goncharov eingreifen, ehe Prudnikov sein Können zeigte, aber am ukrainischen Schlussmann scheiterte. Nach einem Freistoß von Prudnikov hätte der Ball beinahe im Netz gezappelt, als er über Goncharov bei Ivan Milovanov landete, der die Kugel jedoch an die Latte donnerte. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte auch noch Lyskov eine Möglichkeit.
Mehr Chancen
Auch nach Wiederbeginn bestimmte Russland das Tempo; die erste Möglichkeit hatte Danil Kutuzov, der mit einem Distanzschuss an Lytvynenko scheiterte. Der Torhüter hatte kurz darauf Glück, als Victor Senatov nur das Gestänge des Tores traf. Auf der anderen Seite raufte sich Oleksandr Kolesnikov die Haare, denn er verpasste eine wunderbare Hereingabe von Dmytro Sorokin. Doch deutlich mehr zu tun hatte nach wie vor Lytvynenko, wobei er vor allem bei einer Gelegenheit von Publikumsliebling Aleksei Petrov seine Klasse unter Beweis stellen musste.
Prudnikov trifft
Doch das Tor lag ständig in der Luft, und Prudnikov war es vorbehalten, dieses zu schießen. Nach einem Alleingang aus der eigenen Hälfte heraus hob er die Kugel über Lytvynenko in den Kasten. Nun bewiesen die Russen ihre Defensivqualitäten, und sie hatten etwas Glück, als Klochko als fliegender Torhüter agierte und Oleksandr Sorokin in Szene setzte, der aber nicht die Kaltblütigkeit hatte, die Kugel in den Kasten zu befördern. So konnten die Gastgeber am Ende einen verdienten Sieg feiern.
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