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Spanien verteidigt EM-Titel

Samstag, 29. Dezember 2007
von Paul Saffer
Spanien verteidigte den Futsal-EuropameistertitelSpanien verteidigte den Futsal-Europameistertitel (©sportsfile)Fotos/WallpapersFotos/Wallpapers »

Spanien hat bei der UEFA-Futsal-Europameisterschaft seinen Titel verteidigt, während sich der MFK Dinamo Moskva den UEFA-Futsal-Pokal geholt hat – was in beiden Fällen keine Überraschung war. Beide Wettbewerbe aber haben 2007 einen Schritt nach vorn getan, zudem findet 2008 ein neues Turnier statt.

Rumänische Sensation
Während sich mit Spanien, Italien, Russland und der Ukraine erwartungsgemäß die Großen des Futsals für die EURO-Endrunde im November in Portugal qualifizierten, war die Teilnahme Rumäniens eine Überraschung; diese Nation nämlich hatte erst 2003 mit diesem Sport begonnen. Dabei stand die Qualifikation bis zur letzten Sekunde auf des Messers Schneide, denn sie hatten zwar ihr Spiel in Moldawien gewonnen, mussten nun aber auf Belgien hoffen, das sich tatsächlich gegen Gastgeber Slowenien durchsetzte. So lagen am Ende drei Mannschaften gleichauf, aber für Rumänien gab der direkte Vergleich zwischen den drei erstplatzierten Teams den Ausschlag.

Spanischer Erfolg
Am Ende aber waren es die Spanier, die den Titel gewannen, während sich Gastgeber Portugal über nie da gewesene TV-Zuschauerzahlen freuen durfte. Diese waren besonders hoch beim Halbfinale zwischen den beiden iberischen Nachbarn, als Spanien mit zwei späten Toren glücklich das Sechsmeterschießen erreichte, das gewonnen werden konnte. Dagegen war der 3:1-Sieg im Endspiel gegen Italien eine klare Angelegenheit. Nächstes Ziel der Spanier ist es, im Oktober bei der WM in Brasilien, an der sechs europäische Nationalmannschaften teilnehmen, den Titel zu verteidigen.

Serbische Stars
Italien qualifizierte sich für das Endspiel durch einen 2:0-Erfolg gegen den Finalisten von 2005 – gegen Russland. Dabei setzten die Italiener neue Maßstäbe im Defensivspiel. In der Gruppenphase wurde Rumänien mit 7:1 geschlagen; ausgerechnet eine Mannschaft, die sich zuvor mit einem 8:4-Erfolg über die Tschechische Republik hervorgetan hatte. Die eigentliche Überraschung aber war Serbien, das es zunächst Russland schwer machte, anschließend gegen Spanien durch den späten Ausgleich ein sensationelles 1:1 erreichte und zum Abschluss die Ukraine mit 3:2 bezwang. Predrag Rajić wurde gemeinsam mit Spaniens Daniel und Russlands eingebürgertem Brasilianer Cirilo Torschützenkönig des Turniers. Der Star der Serben aber war der 23-jährige Marko Perić. Serbien hofft darauf, wieder dabei zu sein, wenn 2009 die Endrunde in Ungarn stattfindet und das Turnier dann mit zwölf statt acht Mannschaften ausgetragen wird. Für Perić und Rajić hat sich der Auftritt in Portugal auch finanziell gelohnt, denn beide wechselten zum MFK Dina Moskva.

Dinamo holt Pokal
Die russische Liga hat in der abgelaufenen Saison im UEFA-Futsal-Pokal gezeigt, wie stark sie mittlerweile ist. Höhepunkt dieses Wettbewerbs war das erstmals ausgetragene Final-Four-Turnier, das Ende April vom spanischen Meister ElPozo Murcia FS veranstaltet wurde. Dessen Hoffnungen wurden gleich in der ersten Partie vom spanischen Erzrivalen und Titelverteidiger Boomerang Interviú zerstört. Aber im Finale war für Interviú gegen den MFK Dinamo Moskva nichts zu holen. Die Moskauer hatten die beiden Endspiele zuvor gegen Action 21 Charleroi und Interviú verloren, diesmal mussten beide Vereine dran glauben. Im Halbfinale gab es einen 3:1-Sieg gegen Charleroi aus Belgien, ehe die Russen sich im Endspiel gegen den Titelverteidiger mit 2:1 durchsetzten. Für die Entscheidung in der letzten Minute sorgte dabei die brasilianische Neuverpflichtung Pula.

U21-EM
Auch in dieser Saison wird der UEFA-Futsal-Pokal wieder in einem Final-Four-Turnier entschieden. Diesmal empfängt Dinamo den russischen Rivalen MFK Viz-Sinara Ekaterinburg, außerdem sind Murcia und Kairat Almaty zu Gast. Im Dezember wird es in Russland eine zweite Endrunde geben, wenn in St. Petersburg die erstmals stattfindende UEFA-U21-Futsal-Europameisterschaft ausgetragen wird. Im April kämpfen 28 Mannschaften um die verbleibenden sieben Plätze, nachdem der Gastgeber automatisch qualifiziert ist.

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