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Porto will denkwürdiges Jahr krönen

Freitag, 10. Dezember 2004
Portos Ersatzspieler Pepe in bester StimmungPortos Ersatzspieler Pepe in bester Stimmung (©Getty Images)

Von Diogo Teixeira

In den zwei letzten Jahren hat der FC Porto die Fußballwelt zwei Mal überrascht, indem der Klub zwei europäische Titel gewann. Nun sind die "Drachen" in Yokohama im Einsatz, wo sie CD Once Caldas bezwingen und somit zum zweiten Mal in ihrer Geschichte den Europa/Südamerika-Pokal nach Portugal holen wollen.

Baía kehrt zurück
Nach dem Dienstagskrimi gegen das von ihrem Ex-Trainer José Mourinho gecoachte Chelsea FC, durch den sie sich für das Achtelfinale der UEFA Champions League qualifiziert haben, könnte die Stimmung im Porto-Lager nicht besser sein. Zusätzlich werden sie von der Rückkehr ihres Schlussmanns Vítor Baía profitieren, der einen Monat außer Gefecht war.

Gut im Training
Zusammen mit Derlei, der in der Partie gegen Chelsea mit einer Hüftverletzung vom Platz gehumpelt war, konnte er am Freitag im Todori-Stadion am Training teilnehmen. "Er trainiert gut und ist nach seiner Verletzung wieder fit", sagte Trainer Víctor Fernández über seinen Torhüter.

Südamerikanisches Flair
Ein weiterer Rückkehrer ist Carlos Alberto, der nach seinem Rauswurf von dem Spiel gegen Chelsea wieder im Kader auftaucht. Fernández wird wohl auf die Dribbling-Qualitäten des Brasilianers gegen die Kolumbianer hoffen. Fernández kann natürlich auch mit Diego und Luís Fabiano, zwei weiteren Brasilianern, planen. Beide haben letzte Saison in der Copa Libertadores schon gegen Once Caldas gespielt.

"Nach einem Sieg über eine Spitzenmannschaft wie Chelsea haben wir wieder mehr Selbstvertrauen"Luís Fabiano

Alte Rivalen
"Im Spiel gegen sie habe ich nicht getroffen und wir haben verloren", erinnerte sich Fabiano, der mit acht Toren für São Paulo FC 2004 Top-Torjäger des Wettbewerbs wurde, bevor er zu Porto wechselte. "Ich werde alles tun, um zu gewinnen und zu treffen. Nach einem Sieg über eine Spitzenmannschaft wie Chelsea haben wir wieder mehr Selbstvertrauen. Ich denke, wir haben das Potenzial, um einen weiteren Titel zu holen." Gegen Chelsea unterstützte Fabiano Benni McCarthy im Sturm. Dazu Fernández: "Ich weiß nicht, ob sie wieder zusammen auflaufen, obwohl sie mir im letzten Spiel gut gefallen haben."

Angenehme Temperaturen
Es ist der letzte Europa/Südamerika-Pokal in Japan - nächstes Jahr wird aus diesem Wettbewerb die heftig umstrittene FIFA-Klubweltmeisterschaft. Porto ist zum zweiten Mal dabei. Die Bedingungen sollten diesmal etwas angenehmer sein als gegen CA Peñarol aus Uruguay, das sie 1987 mitten in einem Schneesturm mit 2:1 bezwangen. Als Porto am Donnerstagabend in Japan landete, zeigte das Thermometer immerhin zwölf Grad an. Bis zum Spiel hat Porto nach dem 14-Stunden-Flug nur drei Tage, um sich zu akklimatisieren. Anders ihr Gegner, der seit fast einer Woche in Japan weilt.

"Ich habe gesehen, dass sie ein offensives Team sind und gute Spieler haben"Víctor Fernández

Physische Erholung
Am Freitag sagte Fernández: "Wir müssen das Training so gut es geht planen, damit sich die Spieler physisch erholen können. Wir müssen sehr gut organisiert sein, wenn wir gegen Once Caldas in Top-Form sein wollen." Fernández - der Porto als "sehr motiviert" beschreibt - weiter: "Ich habe gesehen, dass sie ein offensives Team sind und gute Spieler haben. Sie haben den Vorteil, dass sie schon länger hier sind und sich bereits an die Zeitumstellung anpassen konnten."

Kein Vorteil
Der Trainer der Kolumbianer, Luis Montoya, glaubt jedoch nicht, dass sein Team durch die frühere Ankunft im Vorteil ist. "Beide Mannschaften spielen unter den gleichen Bedingungen", sagte er. "Wir sind zwar schon länger hier, doch Porto hat am Dienstag einen sehr wichtigen Sieg errungen, der sie zusätzlich motiviert."

Montoyas Vorhersage
Once Caldas, das sich im Kampf um die südamerikanische Krone gegen Titelverteidiger CA Boca Juniors durchsetzte, musste anschließend, ebenso wie Porto, einige Schlüsselspieler ziehen lassen. Dazu Montoya. "Wir können nun beweisen, dass man mit wenig Geld viel erreichen kann." Er sagte ein "sehr ausgeglichenes Spiel mit wenig Freiräumen" voraus, das durch eine "Standardsituation entschieden" werden könnte.

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