Erklärung der UEFA zur EURO 2012™
Freitag, 26. September 2008Auf dem Treffen des UEFA-Exekutivkomitees in Bordeaux wurde heute Nachmittag folgendes Statement zur Austragung der UEFA-Europameisterschaft 2012 veröffentlicht.
Verbesserungen nötig
"Das Exekutivkomitee der UEFA hat sorgfältig den Expertenbericht über den Stand der Vorbereitungen für die UEFA EURO 2012™ in Polen und der Ukraine geprüft. Auf dem Treffen in Zagreb im Januar 2008 hatte UEFA-Präsident Michel Platini beide Gastgeberländer gewarnt, dass sich dieses Projekt entscheidend verbessern muss, damit Polen und die Ukraine weiterhin die UEFA EURO 2012™ organisieren dürfen.
Hochrangige Treffen
"Das Exekutivkomitee hat zur damaligen Zeit insbesondere festgestellt, dass die für die Organisation zuständigen nationalen Verbände aus Mangel an Erfahrung und aufgrund von fehlendem Durchsetzungsvermögen viele Fehler begangen haben. Die Entwicklung der notwendigen Infrastrukturen, die für einen reibungslosen Ablauf der Endrunde vonnöten sind, waren praktisch zum Stillstand gekommen. Anfang Juli besuchte Präsident Platini mit einer UEFA-Delegation Polen und die Ukraine und hielt in beiden Ländern hochrangige Treffen mit Politikern und Funktionären ab. Im Laufe des Sommers gab es zudem Besuche von Experten, die den weiteren Fortschritt der Bauarbeiten unter die Lupe nahmen."
Fortschritte
"Der Bericht, der dem Exekutivkomitee vorgelegt wurde, berücksichtigt diese Treffen und die anschließenden Besuche. Das Exekutivkomitee hat den Inhalt des Berichts zur Kenntnis genommen und möchte unterstreichen, dass die Vorbereitungen in beiden Ländern in den letzten sechs Monaten Fortschritte in organisatorischer Hinsicht sowie im Ausbau der Infrastruktur gemacht haben, obwohl diese Fortschritte weder einheitlich noch konstant waren."
Bedingungen
"Das Exekutivkomitee unterstrich nochmals den festen Willen der UEFA, die UEFA-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine zu organisieren. Gleichzeitig hat das Exekutivkomitee einige Bedingungen erstellt, deren Erfüllung von entscheidender Bedeutung ist, um das gesamte Projekt voranzutreiben. Diese wären:
• Beide Länder müssen weiterhin alle notwendigen Anstrengungen unternehmen, jegliche Nachlässigkeit könnte die Austragung des Turniers in diesen Ländern in Frage stellen;
• Die UEFA wird entscheiden, wie viele und welche Stadien (und damit Städte) als Austragungsorte des Turniers genutzt werden. Es müssen mindestens sechs und höchstens acht Stadien sein, dabei gilt es in Betracht zu ziehen, dass die Verträge mit acht Stadien, Städten und Flughäfen unterzeichnet wurden;
• Es muss nicht notwendigerweise dieselbe Anzahl von Austragungsstätten (Städten) in beiden Länder sein;
• Die Fertigstellung der Stadien in Kiew und Warschau bleibt ein essentieller Bestandteil des gesamten Projekts;
• Die Regierungen beider Länder müssen ihre nationalen Verbände unterstützen und die der UEFA gegebenen Versprechen bei diesem Projekt, vor allem in Hinblick auf Unterkünfte und die Transport-Infrastruktur einhalten."
Thema Haupstädte
"Warschau und Kiew gehören zu den wichtigsten Themen," so Platini nach dem Treffen. Der UEFA-Präsident hob hervor, dass ein Land das Recht, die Endrunde zu veranstalten verlieren könnte, sollte eines der Stadien in den betreffenden Städten nicht fertiggestellt werden.
Anstrengungen fortsetzen
"Es gibt noch eine Menge Arbeit", so UEFA-Generalsekretär David Taylor gegenüber uefa.com. "Beide Länder müssen ihre Anstrengungen großzügig fortsetzen. In der ersten Hälfte des kommenden Jahres wird die UEFA die Spielorte bestimmen. Wir wollen noch einmal herausstellen, dass der Fall eintreten könnte, dass die Anzahl der Spielorte in Polen und der Ukraine unterschiedlich sein könnte. Wenn es unterschiedliche Fortschritte gibt, kann es in einem Land mehr Spielorte geben, als im anderen."
Engagement beibehalten
"Es ist essentiell, dass beide Haupstädte als Spielorte beteiligt sind", fügte Taylor hinzu. "Sind sie es nicht, wäre das wohl das Ende für das betroffene Land. Die Regierungen beider Länder müssen ihr Engagement aufrechterhalten, was die Infrastruktur, und hier vor allem die Bereiche Unterbringung und Transport betrifft."
Mit Vollgas voraus
"Zusammen mit unseren Kollegen aus Polen und der Ukraine wird die Organisation gut sein", so Martin Kallen, der Geschäftsführer der EURO 2008 SA, die in diesem Sommer in Österreich und der Schweiz die Endrunde veranstaltete und nun Richtung 2012 blickt. "Wir werden einen Geschäftsplan und einen Projektplan zusammenstellen und dann mit Vollgas an die Arbeit gehen."
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