"Märchen" gibt neue Hoffnung
Donnerstag, 19. April 2007Die Medien in der Ukraine haben nach der Bekanntgabe ihres Landes zusammen mit Polen als Gastgeber der UEFA EURO 2012™ neben den sportlichen auch die wirtschaftlichen Vorteile betont.
Freundschaft
Das Exekutivkomitee der UEFA hat sich gestern in Cardiff an Stelle von Kroatien/Ungarn und Italien für Polen/Ukraine entschieden und damit ein neues Kapitel in der seit zwölf Jahrhunderten bestehenden Freundschaft zwischen diesen beiden Nationen aufgeschlagen. "Eine Chance auf den Durchbruch", lautete die Schlagzeile heute in Komanda, der führenden Sportzeitung von Kiew. Damit bezieht man sich auf die Gelegenheit, die Ukraine schneller in Europa zu integrieren.
"Wirtschaftliche Stabilität"
Serhiy Bubka, der Stabhochsprung-Weltrekordler und heutige Präsident des Nationalen Olympischen Komitees der Ukraine, ist der gleichen Meinung: "Dank der UEFA können wir dieses Ziel viel schneller erreichen als in 15 oder 20 Jahren, die wir sonst gebraucht hätten. Die EURO 2012 wird uns dabei helfen, wirtschaftliche Stabilität zu erlangen."
"Märchen"
In den meisten Medien wurde der ukrainische Nationaltrainer Oleh Blokhin zitiert, der gesagt hatte: "Die EURO 2012 wird uns dabei helfen, Tausende neue Talente zu entdecken. Wir sollten Grigoriy Surkis dafür ein Denkmal setzen!" Der Präsident des Ukrainischen Fußballverbandes sah alles etwas nüchterner. Surkis meinte: "Es ist schwer, meine Gefühle in Worte zu fassen. Ich möchte allen danken, die für die Ukraine und Polen gestimmt haben. Wir haben die Zukunft mitgestaltet." Blik hat die Stimmungslage vielleicht am besten auf den Punkt gebracht, die Zeitung schrieb einfach nur: "Ein Märchen ist wahr geworden".
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