Video auf uefa.com

1995/96: Rapid knapp geschlagen

Samstag, 1. Juni 1996
-

Paris Saint-Germain FC - SK Rapid Wien 1:0
Europapokal der Pokalsieger, Endspiel • 8. Mai 1996
Roi Baudouin-Stadion, Brüssel

Elf Jahre nach der Heysel-Katastrophe fand wieder ein Europapokal-Endspiel in Brüssel statt und zum ersten Mal konnte eine Mannschaft aus Frankreich den Europapokal der Pokalsieger gewinnen. Das Team von Trainer Luís Fernández demonstrierte seine Stärke, als es im Viertelfinale Parma AC eliminierte. Zwei Elfmetertore von Raí und ein weiterer Treffer von Patrice Loko machte die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel wett. Anschließend zeigte Paris Entschlossenheit und Konzentration, als man Deportivo sowohl in La Coruña, als auch in Paris mit 1:0 besiegen konnte. Youri Djorkaeff und Loko erzielten die beiden Tore.

Jancker trifft
SK Rapid Wien sorgte in der zweiten Runde für Schlagzeilen. Nachdem gegen Bobby Robsons Sporting Clube de Portugal in Lissabon mit 0:2 verloren wurde, bedeutete ein Tor in der 90. Minute von Christian Stumpf in Wien die Verlängerung. Stumpf und Carsten Jancker steuerten zwei weitere Treffer zum 4:0-Erfolg bei und provozierten somit Robsons Entlassung. Nach einem 4:0-Gesamtsieg gegen Dinamo Moskva in den Viertelfinal-Spielen traf Jancker zum 1:1 bei Feyenoord, erzielte im Rückspiel gleich zwei Tore und führte Rapid so zu einem 3:0-Heimsieg.

Rapids Pech
Leider blieb die Elf von Ernst Dokupil im Finale vor 36.000 Zuschauern unter ihren Möglichkeiten. Youri Djorkaeff, der bei PSG die Fäden zog, bereitete eine Chance nach der nächsten vor. Aber die Franzosen vergaben auch die klarsten Möglichkeiten, der einzige Treffer des Finales fiel nach einer halben Stunde, als Djorkaeff einen Freistoß nach rechts antippte und Bruno N’Gotty mit einem Weitschuss Glück hatte. Peter Schöttel fälschte den Ball mit dem Knie ab und für Torhüter Michael Konsel, der schon bei Rapids letztem Finale 1985 im Tor stand, gab es nichts zu halten.

©uefa.com 1998-2009. Alle Rechte vorbehalten.