Ramos preist sein Team
Freitag, 25. August 2006Von Kevin AshbyAus Stade Louis II
Sevilla FC hat in Monaco mit einem überzeugenden 3:0-Erfolg über den FC Barcelona erstmals den UEFA-Superpokal gewonnen. Und so kam der erfolgreiche Trainer Juande Ramos nicht umhin, seine Mannschaft, in der Renato, Frédéric Kanouté und der eingewechselte Enzo Maresca per Elfmeter die Torschützen waren, in allen Tönen zu loben. Frank Rijkaard hingegen, der zwar in der vergangenen Saison die UEFA Champions League und die spanische Meisterschaft gewonnen hatte, musste zugeben, dass es ein "schlechter Abend" im Stade Louis II für ihn und seine Mannen war.
Juande Ramos, Sevilla-Trainer
Zuallererst sind wir wirklich glücklich, weil wir gewonnen haben, und zweitens, weil es ein so gutes Ergebnis war. Wir haben nun zwei Europapokal-Endspiele deutlich gewonnen, was natürlich sehr gut für unser Selbstvertrauen ist und uns dazu ermuntert, weiterhin so zu spielen, wie wir es tun. Alles lief so, wie wir es geplant hatten. Unsere Spieler machten den Job wie ein Mann, sie behielten ihre Intensität, die wir in der ersten Halbzeit gezeigt hatten, auch bei, als Barcelona müde war. Als Trainer von Sevilla bin ich sehr glücklich über meine Mannschaft, die Spieler haben immer alles gegeben. Jeder weiß, dass Barcelona nicht zu stoppen ist, wenn sie in Topform spielen - wir haben sie am Spielen gehindert, und es spricht für uns, dass wir ihnen keine echten Möglichkeiten erlaubt haben. Im Fußball geht es um die Gegenwart und die Zukunft - man kann es sich nicht leisten, zurück zu schauen. Sevilla ist ein hundert Jahre alter Verein, aber ich bin entschlossen, nach vorn zu schauen und das Team vorwärts zu bringen. Wir haben in der spanischen Liga 38 Spiele vor uns, und wir werden in diesen Partien gut spielen müssen, um die Liga zu gewinnen.
Frank Rijkaard, Barcelona-Trainer
Das ist ein enttäuschendes Ergebnis gegen ein gut organisiertes Sevilla. Das zweite Tor war der Wendepunkt, es hat uns alle gemacht, und danach hätten wir zu viel zu tun gehabt. Sie waren in der Lage, das Spiel zu diktieren und ihr Spiel aufzuziehen. Sie haben den Sieg verdient, denn sie haben besser gespielt, sind entschlossener in die Zweikämpfe gegangen und standen solider. Uns fehlte es an der zündenden Idee, ein besseres Ergebnis zu erreichen. Manchmal haben wir das Spiel zwar ganz gut kontrolliert, aber das haben wir nicht in wirkliche Chancen ummünzen können, was sie konnten - und deshalb können wir damit nicht glücklich sein. Der heutige Abend war nicht unser Abend, aber es gibt keine Notwendigkeit, irgend etwas zu ändern. Zu verlieren ist ein Teil des Fußballs, man kann nicht alle Spiele gewinnen. Es war überraschend, so heftig zu verlieren, und wir müssen hart arbeite, um uns davon wieder zu erholen. Mit unserer harten Arbeit und unserer Mentalität sind wir soweit gekommen, und deshalb werden wir uns wieder selbst herausziehen. Uns hat es an diesem schlechten Abend an so manchem gefehlt.
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